Häufige Fragen

Wie finde ich eine geeignete Montessori-Einrichtung für mein Kind?
Die AM(S) vermittelt keine Plätze an Schulen oder Kinderhäuser. Wenden Sie sich bitte direkt an die Montessori-Einrichtung Ihrer Wahl.

Was kostet es, ein Kind in eine Montessori-Einrichtung zu schicken?
Dies ist unterschiedlich und hängt von regionalen Gegebenheiten sowie vom Umfang des Angebotes ab. Die AM(S) gibt deshalb keine Kostenempfehlungen ab. Wenden Sie sich bitte direkt an die Montessori-Einrichtungen. Über deren Websites erfahren Sie in der Regel auch die Tarife.

Wie viele Stunden pro Tag bleibt mein Kind im Montessori-Kinderhaus/in der –Schule?
Kernpunkt jeder Montessori-Einrichtung ist die Phase der Freiarbeit, die die Dauer von 3 Std./Tag nicht unterschreiten sollte. Der Morgen wird meistens durch gemeinsame Aktivitäten abgerundet. Darüber hinaus bieten viele Einrichtungen Mittags- und Nachmittagsbetreuung an.
Ab dem schulpflichtigen Alter sind in der Regel die Vorgaben der öffentlichen Lehrpläne massgebend, die oft durch Tagesschul-Angebote ergänzt werden.

Eignet sich die Montessori-Pädagogik für Kinder mit besonderen Bedürfnissen?
In den Montessori-Einrichtungen wird sehr individuell auf jedes einzelne Kind eingegangen, deswegen eignet sich die Montessori-Pädagogik für Kinder mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten. Hochbegabte Kinder z.B. sind sehr glücklich in einer Montessori-Umgebung, weil sie ungebremst ihren Entdeckungshunger und Wissensdurst stillen können. Auch langsamere Kinder können ruhig in ihrem eigenen Tempo fortschreiten. Kinder mit starken Verhaltensauffälligkeiten sind allerdings oft von der Vielfalt der vorbereiteten Umgebung und von der grossen Freiheit, die viel Selbstdisziplin bedingt, überfordert.

Wie ist die AMS mit den Schweizer Montessori-Einrichtungen verbunden?
Die Einrichtungen (Schulen und Kinderhäuser) sind von der AM(S) unabhängig. Es gibt Einrichtungen, welche als juristische Person bei uns Mitglied sind. Ebenso sind etliche Montessori-Lehrpersonen und -Schulleiter/innen AM(S)-Mitglieder.

Werden die einzelnen Montessori-Einrichtungen von der AM(S) kontrolliert?
Bei den lizenzierten Einrichtungen wird alle drei Jahre überprüft, ob sich die Bedingungen nicht grundlegend verändert haben. In Extremfällen kann die Lizenz entzogen werden. Die Assoziation übt ausdrücklich keinerlei Disziplinargewalt aus. Für allfällige Beschwerden wegen des Verhaltens einzelner Kinder oder wegen des Verhaltens einzelner Lehrpersonen, sind ausschliesslich die jeweiligen Einrichtungen oder gegebenenfalls die öffentlichen Stellen zuständig.

Warum sind nicht alle Einrichtungen, die sich „Montessori“ nennen auf der Liste der AM(S)?
Der Name „Montessori“ darf eigentlich nur von lizenzierten Einrichtungen, resp. Von Einrichtungen im Anerkennungsverfahren verwendet werden. Deswegen befinden sich nur diejenigen Einrichtungen auf der unserer Liste, die sich unserer Qualitätskontrolle unterzogen haben.

Worauf soll ich achten, wenn ich eine Einrichtung besuche, die sich zwar  „Montessori“ nennt, sich aber nicht auf der Liste befindet?

  1. Schauen Sie sich die Vorbereitete Umgebung an. Ist sie ordentlich und klar strukturiert? Ist das Montessori-Material übersichtlich in offenen Gestellen aufgebaut?
  2. Findet regelmässig Freiarbeit während nicht weniger als 3 Std. statt?
  3. Achten Sie auf die Stimmung in der Gruppe. Sind die Kinder ruhig und zufrieden am Arbeiten? Ist die Gruppe altersdurchmischt?
  4. Beobachten sie das Verhalten der Lehrperson während der Freiarbeit. Hält sie sich diskret im Hintergrund? Lässt sie den Kindern Raum für selbsttätiges Lernen?
  5. Klären Sie ab, ob die Lehrperson über ein anerkanntes Montessori-Diplom verfügt.

Hat Montessori etwas mit Steiner zu tun?
Sowohl Maria Montessori(1870-1952) als auch Rudolf Steiner(1861-1925) waren Reformpädagogen. Beide wollten die Erziehung der Kinder grundlegend verändern und für beide waren die Achtung und der Respekt vor dem Wesen des Kindes zentral. In der Methodik unterscheiden sich Montessori und Steiner hingegen diametral.
Literatur dazu. (VII.3. Vergleichende pädagogische Untersuchungen)

Gibt es staatliche Montessori-Einrichtungen?
In vielen Ländern der Welt gibt es staatliche Montessori-Einrichtungen. In der Schweiz sind alle Montessori-Einrichtungen privat organisiert. Das liegt wohl daran, dass unsere Kinderhäuser und Schulen fast immer von engagierten und begeisterten Einzelpersonen und/oder Elterngruppen gegründet wurden.
Angesichts der zahlreichen Lehrpersonen an öffentlichen Schulen, die über eine Zusatzausbildung in Montessori-Pädagogik verfügen, lässt sich jedoch hoffen, dass hier und da der Unterricht vom Gedankengut Maria Montessoris beeinflusst wird. Eine konsequente Anwendung der Montessori-Pädagogik ist allerdings sehr schwierig (Lektionen im ¾ Std. Takt, Jahrgangsklassen, Unverständnis des Kollegiums, mangelnde finanzielle Mittel, usw.).

Kann ich einen Besuch in einer Montessori-Einrichtung machen?
Besucher sind grundsätzlich willkommen, der Entscheid liegt aber bei der jeweiligen Schulleitung. Bitte bedenken sie, dass die Nachfrage nach Hospitationen sehr gross ist, weshalb oft mit Wartefristen zu rechnen ist. Jede Montessori-Einrichtung ist Ihnen auch dankbar, wenn Sie vorgängig etwas über Montessori gelesen haben und Sie so bereits über einige Vorkenntnisse verfügen.

Ich schreibe eine Arbeit zur Montessori-Pädagogik, kann ich bei der AMS Unterlagen oder Montessori-Material ausleihen?
Diese Dienstleistung können wir leider nicht anbieten.

Vermittelt die AMS Praktikumsplätze?
Siehe Aktuelles/Stelleninserate.
Sie können sich auch direkt an die Montessori-Einrichtungen wenden.

Vermittelt die AM(S) Stellen in Montessori-Einrichtungen?
Siehe Aktuelles/Stelleninserate.

Wie kann ich eine Ausbildung in Montessori-Pädagogik machen?
Montessori-Diplomkurse werden in der Regel berufsbegleitend als pädagogische Zusatzausbildung angeboten. Wir empfehlen grundsätzlich nur die von uns anerkannten Ausbildungsstätten, die einen hohen Qualitätsstandard haben.

Wodurch zeichnen sich von der AM(S) anerkannte Einrichtungen aus?
(siehe auch: http://www.montessori-ams.ch/m_einrichtungen.html )

  • Die Freiarbeit findet jeden Tag während mindestens 3 Stunden statt.
  • Die Freiarbeit wird immer von Lehrpersonen mit einem anerkannten Montessori-Diplom begleitet.
  • Die Umgebung ist von den Lehrpersonen sorgfältig vorbereitet.
  • Die Räume sind schön eingerichtet, übersichtlich, ordentlich und sauber.
  • Die Montessori Materialien sind komplett und umfassen die Bereiche Übungen des täglichen Lebens, Sinnesmaterial, Mathematisches Material, Sprachmaterial und Material zur Kosmischen Erziehung.
  • Die Kinder benutzen diese Materialien gerne und sorgfältig.
  • Die Stimmung ist friedlich und angenehm ruhig.
  • Alle gehen respektvoll und freundlich miteinander um
  • Kinder unterschiedlichen Alters arbeiten mit- und nebeneinander.
  • Die Kinder helfen einander.
  • Die Kinder sind interessiert und wählen ihre Arbeit selbst.
  • Die Kinder strahlen Selbstsicherheit und Unabhängigkeit aus.
  • Die Lehrpersonen ermöglichen eine lernfreudige Atmosphäre.
  • Die Lehrpersonen sind zurückhaltend und handeln nach dem Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun!“

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Sektion der deutschen und rätoromanischen Schweiz
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